{"id":23,"date":"2004-10-01T08:00:29","date_gmt":"2004-10-01T07:00:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jg-schaerme.ch\/new\/?p=23"},"modified":"2004-10-01T08:00:29","modified_gmt":"2004-10-01T07:00:29","slug":"oktober-2004","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jg-schaerme.ch\/?p=23","title":{"rendered":"Oktober 2004"},"content":{"rendered":"<p>In dieser Ausgabe m\u00f6chte ich Sie etwas an meinen Gedanken teilhaben lassen.<br \/>\nZum einen Gedanken des Staunens. Denn als ich mich durch all die Unterlagen durcharbeitete und sah, was in der Vergangenheit alles geleistet wurde, konnte ich einfach nur Staunen. Staunen ab dem Wirken Gottes in und durch diese Arbeit. Nat\u00fcrlich kam in mir dadurch auch die Frage auf, ob ich dem gerecht werden k\u00f6nne. Ob meine Arbeit auch Spuren hinterlassen w\u00fcrde. Ich begann meine Planung an diesen Werken und Erfolgen der Vergangenheit zu orientieren. Doch bald merkte ich, dass das nicht das richtige Vorgehen war. Nat\u00fcrlich sollen wir aus unser Vergangenheit lernen. Doch sollte sie nicht bestimmend f\u00fcr unser Zukunft sein. Einzig Gott hat das Recht, unsere Zukunft zu bestimmen. Also begann ich Gott zu fragen, was er mit mir und dieser Arbeit vorhabe.<br \/>\nAuch erf\u00fcllten mich Gedanken der Dankbarkeit. So viele Menschen durften ihr Leben im Welschland, in einer JG und vielleicht sogar im Sch\u00e4rme dem Herrn \u00fcbergeben. Auch der Prediger in meiner vorherigen Gemeinde in Sissach, hat seine Entscheidung in einer Jugendgruppe im Welschland gemacht. Von wie vielen mehr haben wir keine Ahnung. Wie viele verrichten irgendwo ihren Dienst und denken vielleicht immer noch an ihre Zeit im Sch\u00e4rme zur\u00fcck.<br \/>\nDas brachte mich aber auch zu Gedanken der Wehmut. Wehmut ab all jenen, die mit ganzem Herzen ihr Leben dem Herrn gegeben haben und dann, zur\u00fcck in der Heimat, den Anschluss nicht gefunden haben. Junge Menschen die durch das Netz von Beziehungen gefallen sind und nirgendwo Anschluss gefunden haben oder denen nicht nachgefragt wurde. Nur der Herr kennt ihre Zahl und kann sich ihrer erbarmen.<br \/>\nDoch blieben meine Gedanken nicht daran haften. Denn worauf man sich fokussiert, dahin bewegt man sich auch unweigerlich. Und es kamen mir Gedanken der Hoffnung.<br \/>\nHoffnung f\u00fcr all jene Menschen, die im n\u00e4chsten Jahr in den Sch\u00e4rme kommen werden. Hoffnung, dass unser Herr Jesus ihnen pers\u00f6nlich begegne. Hoffnung das er diese Arbeit segne und er sie Frucht tragen l\u00e4sst. Denn nicht um sonst hat Jesus seinen J\u00fcngern und uns gelehrt \u201e&#8230;Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden&#8230;\u201c (Mt 6,10) zu\u00a0 beten. Wir sollen die Hoffnung, ja die Erwartung nie aufgeben, dass er sein Reich baut \u2013 auch durch uns.<br \/>\nDoch mit allem beten, mit allem die Arbeit dem Herrn hinlegen wurde ich zunehmend unruhiger. Der erste JG Abend r\u00fcckte n\u00e4her und ich versuchte alles zu Planen und an alles zu Denken. Obwohl ich wusste, dass viele f\u00fcr mich und den Sch\u00e4rme beteten, f\u00fchlte ich mich zunehmend alleine. In Sissach wo ich w\u00e4hrend den letzten Jahren in der Jungschararbeit war, hatten wir immer ein Team. Und wenn jemand schwach wurde, dann konnten ihm die anderen weiterhelfen. So heisst es auch im Prediger 4,20 \u201eWehe aber dem, der alleine ist, wenn er f\u00e4llt und kein zweiter da ist, um ihn aufzurichten.\u201c<br \/>\nDoch von Verzweiflung war und bin ich weit entfernt. Ich weiss, dass Gott in den Schwachen stark sein will. Und auch wenn ich noch zu oft meiner eigenen St\u00e4rke vertraue, so weiss ich doch, dass er mich nicht h\u00e4ngen lassen wird.<br \/>\nUnd so ging ich dann wohl mit zitternden Knien aber guten Mutes in die ersten JGs. Ich erlebte was man wohl als Wechselbad der Gef\u00fchle bezeichnen w\u00fcrde. Denn zum Einen kriegte ich sehr liebevolle und positive R\u00fcckmeldungen von den Besuchern. Doch sind mir auf der anderen Seite leider auch Fehler unterlaufen, die meiner Ansicht nach eigentlich nicht h\u00e4tten sein m\u00fcssen. Ich hatte den Eindruck, dass ich nicht gen\u00fcgend auf die Teilnehmer eingehen konnte. Doch f\u00fchlte ich mich mehr dem Programm verpflichtet.<br \/>\nIch glaube aber, dass der Herr meine Fehler, meinen Eifer und meinen Versuch das Bestes zu geben brauchen kann und das auch tat. Zum Beispiel hat mir eines der Jeunes Filles gesagt, dass es Schlechtes von dieser JG geh\u00f6rt habe. In der zweiten Woche aber, erhielt ich von ihr eine Nachricht, dass sie sich in der JG sehr wohl f\u00fchle und froh sei, kommen zu k\u00f6nnen! Hallelujah!<br \/>\nWas ich also in den letzten Wochen erneut lernte war, dass vieles, wenn nicht gar alles was Gott in dieser Arbeit tun wird auf der Beziehungsebene gr\u00fcnden wird. Ich bitte Gott deshalb auch um Unterst\u00fctzung. Es ist mir noch nicht klar, ob er mir ein Team zur Seite stellen wird oder welche Form diese Unterst\u00fctzung sonst annehmen wird. Und ehrlich gesagt \u00fcberlasse ich das auch lieber dem Herrn.<br \/>\nWas ich aber weiss ist, dass ich auf die Gebete von euch, meinen Br\u00fcdern und Schwestern im Herrn angewiesen bin. Ich brauche die R\u00fcckendeckung und die Schwinge des Gebetes um diese Arbeit zu tun. Vielen Dank f\u00fcr jeden Gedanken, den Ihr dem Sch\u00e4rme schenkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dieser Ausgabe m\u00f6chte ich Sie etwas an meinen Gedanken teilhaben lassen. Zum einen Gedanken des Staunens. Denn als ich mich durch all die Unterlagen durcharbeitete und sah, was in der Vergangenheit alles geleistet wurde, konnte ich einfach nur Staunen. Staunen ab dem Wirken Gottes in und durch diese Arbeit. 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