{"id":36,"date":"2006-12-01T08:00:52","date_gmt":"2006-12-01T07:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jg-schaerme.ch\/new\/?p=36"},"modified":"2006-12-01T08:00:52","modified_gmt":"2006-12-01T07:00:52","slug":"kommt-her-es-weihnachtet-sehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jg-schaerme.ch\/?p=36","title":{"rendered":"Kommt her, es Weihnachtet sehr!"},"content":{"rendered":"<p>Und wieder einmal biegen wir auf die Zielgerade des Jahrlaufes ein und sehen vor uns schon die Ziellinie und das neue Jahr liegen. K\u00fchler und k\u00fcrzer werden die Tage, immer gr\u00f6sser wird das Verlangen nach gem\u00fctlicher Nestw\u00e4rme, Kerzenschein und Geborgenheit.<br \/>\nDoch gerade Geborgenheit wird f\u00fcr mehr und mehr Menschen ein Fremdwort. Der selbstgemachte Stress w\u00e4hrend der Adventszeit wie auch gespielte Familienidylle tragen dazu bei, dass man sich fehl am Platz f\u00fchlt und die Weihnachtszeit einfach nur vorbei sein soll.<br \/>\nDoch warum bereits im Vorfeld einen moralisierenden Ton anschlagen? Ich pers\u00f6nlich geniesse es, mir Gedanken zu machen, was ich meinen Liebsten wohl schenken k\u00f6nnte und mich danach auf die Suche nach dem passenden Objekt zu begeben. Denn noch sch\u00f6ner als selber beschenkt zu werden ist doch, die Freude in den Augen der Beschenkten zu sehen. Und genau hier m\u00f6chte ich einhaken.<br \/>\nAuch wir als Christen werden beschenkt. Unser Herzensglaube l\u00e4sst uns das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen \u2013 alle unsere S\u00fcnden sind uns vergeben. Ein grosses Geschenk nicht? Ob sich Gott wohl lange hat \u00fcberlegen m\u00fcssen, was er uns zu Weihnachten schenken wollte? Oder war f\u00fcr ihn bald klar: \u201eIch werde ihnen mein Sohn schenken\u201c? Denn ihm waren wir, die Beschenkten, wichtiger wie das Geschenk.<br \/>\nAber halt. Das Geschenk war ja Jesus Christus \u2013 sein Sohn! Ich bin noch kein Vater, aber ich liebe Kinder. Und meine beiden Neffen lassen mich ein St\u00fcckweit hinein schauen in die Welt des Vaterseins. Mir nun vorzustellen, mein Sohn wegzugeben, zu verschenken, ihn zu opfern nur weil andere Mist gebaut haben \u2013 das sprengt meine Vorstellungskraft. Und genau das hat Gott getan. Weil wir ihm den R\u00fccken zu gewandt haben, hat er uns seinen Sohn geschenkt. Doch sein Sohn ist nach der Bibel mit ihm eins. Gott hat uns also sich selbst geschenkt.<br \/>\nDie Gr\u00f6sse dieser Tat zu beschreiben, w\u00fcrde dieses Gemeindeblatt sprengen und schlussendlich doch nur einen Funken beleuchten k\u00f6nnen. Vielmehr m\u00f6chte ich zum \u00fcberlegen anstossen. Wenn Gott uns sich selber geschenkt hat, wenn wir ihm wichtiger sind, als sein eigen Fleisch und Blut, wenn er uns damit das ewige Leben erst erm\u00f6glichte, was w\u00e4re dann, wenn wir dasselbe tun w\u00fcrden? Was w\u00e4re, wenn wir uns bewusst den Menschen in unserem Umfeld verschenken w\u00fcrden?<br \/>\nMan spricht von Weihnachten als dem Fest der Liebe \u2013 der wichtigste Wert der Bibel. Doch unsere Freunde zu lieben ist die eine Seite der Medaille. Als Christ sind wir dazu aufgefordert und durch Jesus ausger\u00fcstet, auch unsere Feinde zu lieben. Lieben meint nicht unbegrenzt tolerieren, meint nicht, \u00fcber Fehler hinwegzusehen. Lieben heisst, sich genau damit wirklich auseinander zu setzten.<br \/>\nMeine Eltern haben mir solche Liebe geschenkt. Sie haben sich mit meinen \u00dcbertretungen auseinander gesetzt und mir klar zu verstehen gegeben, wann ich zu weit ging. Trotzdem weiss ich, dass ihre Liebe immer gr\u00f6sser war als der Zorn \u00fcber mein Vergehen. Wir Junge brauchen diese Liebe genauso wie auch jede Generation ihr bedarf. Warum nehmen wir also diese Adventszeit nicht neu zum Anlass, unsere Mitmenschen zu lieben, und dort wo wir k\u00f6nnen die Grenzen aufzuzeigen und die \u00dcbertretungen zu ahnden. Nicht den Kopf einziehen, sondern Grenzen mit Liebe besch\u00fctzen.<br \/>\nSo werden wir neu Geborgenheit erfahren und geben k\u00f6nnen. Denn Gott hat uns mit Jesus Christus nicht einen Freipass zum S\u00fcndigen gegeben, sondern sich mit uns auseinander gesetzt, eine L\u00f6sung gefunden und die Grenzen der Gebote mit Liebe bewahrt. Lasst uns unseren Mitmenschen, Freund und Feind, diese Liebe schenken und so Geborgenheit geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und wieder einmal biegen wir auf die Zielgerade des Jahrlaufes ein und sehen vor uns schon die Ziellinie und das neue Jahr liegen. 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