{"id":58,"date":"2005-02-01T08:00:50","date_gmt":"2005-02-01T07:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jg-schaerme.ch\/?p=58"},"modified":"2007-01-31T10:02:16","modified_gmt":"2007-01-31T09:02:16","slug":"verschiebung-der-perspektive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jg-schaerme.ch\/?p=58","title":{"rendered":"Verschiebung der Perspektive"},"content":{"rendered":"<p><em>\u201eWoher wisst ihr denn, was morgen sein wird? Was ist euer Leben?\u201c<\/em><br \/>\nDiese herausfordernden Fragen stehen in Jakobus 4, 14. In einer kleinen Randbemerkung der Bibelausgabe von \u201eDas Neue\u201c ist zu lesen, dass schon zur Zeit des Jakobus viele Menschen nur noch die Rentabilit\u00e4t ihrer Gesch\u00e4fte im Kopf gehabt h\u00e4tten und ihr ganzes Leben darauf ausrichteten. H\u00f6rt sich doch irgendwie sehr bekannt an. Auch heute ist in den Tageszeitungen zu lesen, dass eine grosse schweizerische Bank ein Rekordjahr hinter sich hat, dass der Schokoladenkonsum pro Kopf in der Schweiz wieder gestiegen ist, und und und. Wir sind immer mehr Konsum- und Gewinnorientiert. Alles dreht sich nur noch um Zahlen, Maximierung des Profits, und dass die Wachstumskurve ja immer nach oben zeigt.<br \/>\nIch habe pers\u00f6nlich nichts dagegen einzuwenden, wenn ein Gesch\u00e4ftsmann seine T\u00e4tigkeiten zu optimieren sucht. Oder wenn eine Unternehmung ihren Gewinn maximieren will. Das ist schliesslich ihre Aufgabe und es kann damit auch Gutes getan werden. Doch darf man ab all diesen Sachen die Fragen des Jakobus nicht aus den Augen verlieren. All unser Planen und Kallkulieren ist gut und recht, doch schon morgen, ja sogar schon heute, k\u00f6nnen wir Menschen vor unserem Richter stehen. Gott hat uns beauftragt, unser Leben zu nutzen und Verwalter der Sch\u00f6pfung zu sein (Gen. 1, 28). Doch kein Mensch hat die M\u00f6glichkeit, durch sein Tun, Planen, Sorgen auch nur einen einzigen Tag an sein Leben anzuf\u00fcgen (Mat. 6, 27). So empfiehlt Jakobus dann auch: \u201eSagt lieber: \u201eWenn der Herr es will, werden wir noch leben und dies oder jenes tun.\u201c\u201c. (Jak 4, 15)<br \/>\nDann k\u00f6nnen wir auch entspannt an die zweite Frage gehen. Wenn unser Leben nur aus Profit, Maximierung, Optimierung besteht, sind wir vom wirtschaftlichen Entwicklungspotential abh\u00e4ngig. Doch mit allem weltlichen ist es so, dass es Hochs und Tiefs gibt. Nur die g\u00f6ttliche Dreieinigkeit ist konstant. Er der da war, ist und sein wird. (Heb. 13, 8)<br \/>\nWas wir im Sch\u00e4mre in den vergangenen Monaten so getan haben, darf ich euch in diesem Freundesbrief mitteilen. Und, so Gott es will, auch einen Ausblick auf einige unserer zuk\u00fcnfigten Projekte geben.<\/p>\n<p><strong>Ehemaligentreff<\/strong><br \/>\nAm 31. Oktober 2004 trafen sich \u00fcber 30 ehemalige Jeune Filles und Jeune Hommes zu dem allj\u00e4hrlichen Ehemaligentreff des Sch\u00e4rme. Novum in diesem Jahr war, dass es anstelle von einem ganzen Wochenende auf den Sonntag reduziert wurde.  Nach einem gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck ging man als Gruppe in den Gottesdienst. Als danach alle mit dem Mittagessen fertig waren und man es sich bei Kaffee, Tee und Kuchen gem\u00fctlich gemacht hat, schaute man sich einige Bilder aus dem vergangenen Sch\u00e4rmejahr an und sah einen Zusammenschnitt des Portugallagers 2004. Es war f\u00fcr mich sehr spannend Menschen zu treffen, die den Sch\u00e4rme schon viel l\u00e4nger kennen und Teil der Geschichte sind. Auch dieses Jahr gibt es nat\u00fcrlich wieder ein Ehemaligentreffen. Zum Vormerken hier bereits das Datum: Sonntag, 02.10.05<\/p>\n<p><strong>Die Kuh die macht Muh<\/strong><br \/>\nEtwas erstaunt waren die Teilnehmer der Jugendgruppe, als ich sie bat, mir ihr Geld f\u00fcr eine Kuh zu geben. Doch als ich sie dann beruhigt hatte und ihnen klar wurde, dass nicht ich eine Kuh kaufen wollte, legten die Jugendliche \u00fcber CHF 400.\u2014f\u00fcr unser Projekt Milchkuh zusammen. Nun aber von Anfang an. Die Hilfsorganisation WorldVision Schweiz setzt sich f\u00fcr nachhaltige Entwicklungshilfe ein. Eines ihrer Projekte ist es, denn Menschen eine eigenst\u00e4ndige Existenzgrundlage zu vermitteln. In vielen L\u00e4ndern reicht eine Milchkuh daf\u00fcr beinahe aus. Die Milch erg\u00e4nzt die Nahrung um viele wichtige Elemente und der \u00dcberschuss kann auf dem Markt verkauft werden. Die K\u00e4lber k\u00f6nnen jeweilen zur Mast oder Zucht verwendet werden, so dass schon bald ein eigener Betrieb entsteht. Nun haben wir also vom Sch\u00e4rme eine solche Kuh gekauft, respektive, wir lassen sie kaufen. WorldVision hat das Geld \u00fcberwiesen bekommen und wir sind nun stolze Kuhverschenker.<\/p>\n<p><strong>Schneesportweekend<\/strong><br \/>\nVon den zwei geplanten Wochenenden durften wir am 15.\/16. Januar 2005 bereits das erste Lager gemeinsam mit Moudon durchf\u00fchren. Mit einer motivierten Schar gingen wir in aller Fr\u00fch los, um den Samstag auch wirklich noch nutzten zu k\u00f6nnen. Das Wetter war w\u00e4hrend des ganzen Wochenendes ein wahrer Traum und auch \u00fcber die Schneeverh\u00e4ltnisse konnte man sich nicht wirklich beschweren. Am Samstag abend versuchten wir dann Heissluftballone zu basteln, doch leider flog keines der drei Objekte. Sie gingen alle in einem kleinen Feuerball auf. Schade. Doch der Sonntag machte dies mit herrlichem Wetter wieder wett und so konnten wir nach getanem Hausputz die Pisten in vollen Z\u00fcgen geniesen.<br \/>\nDas n\u00e4chste Wochenende ist f\u00fcr den 5.\/6. M\u00e4rz 2005 geplant und findet in Rougemont statt. Wie in den vergangenen Jahren werden wir dieses Lager gemeinsam mit Moudon, Montreux und Lausanne veranstalten und uns so schon einmal f\u00fcr den Einsatz in Portugal beschnuppern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Stami Cup<\/strong><br \/>\nUm den Cup \u2013 Sieg des letzten Jahres zu verteidigen, stellten sich die Yverdoner Favoriten am 6. Februar ihren Herausfordern aus Lausanne, Cossonay, Moudon (zwei Teams), Montreux und Vallorbe\/Payerne. In der Vorrunde waren sieben kraftzehrende Spiele zu meistern um die n\u00f6tige Punktzahl zu erreichen, die einem einen Platz unter den ersten vier Teams sichern w\u00fcrde. Denn nur diese Mannschaften konnten sich in der Zwischenrunde noch f\u00fcr das Finale qualifizieren. Leider verpassten die Yverdoner Unihockeyspieler den vierten Rang aber knapp mit einem Punkt und spielte in der Zwischenrunde noch um die Pl\u00e4tze f\u00fcnf bis acht. Die Energie und Motivation waren wahrscheinliche in der Vorrunde geblieben, so dass es in der Schlussrangliste leider nur zu einem sechsten Rang reichte. Doch das Yverdoner Team mit dem Motto \u201eHippies\u201c nahms gelassen und war mit seiner Leistung zufrieden.<br \/>\nDas zusammengeschlossene Team aus Vallorbe und Payerne hingegen \u00fcberraschte nach einem dritten Rang in der Vorrunde mit brilliantem Spiel in der Zwischenrunde und konnte sich in einem hart umk\u00e4mpften Finale den Cup mit einem 7:5 Sieg  gegen Moudon I holen. So darf der Sch\u00e4rme auch n\u00e4chstes Jahr wider Gastgeber f\u00fcr den Stami Cup sein. Voraussichtlicher Austragungsort ist Payerne.<\/p>\n<p><strong>Portugal<\/strong><br \/>\nMit jedem Tag r\u00fcckt auch der Abreisetermin f\u00fcr unseren Arbeitseinsatz in Portugal n\u00e4her. Am 24. M\u00e4rz ist es schon wieder so weit, dass wir in den Reisecar steigen und die lange Fahrt in den S\u00fcden verschlafen werden. Bereits zum zehnten Mal machen die Jugendarbeiten aus Moudon und Yverdon gemeinsame Sache mit diesem Projekt und doch bietet dieses Jahr seine Einzigartigkeiten an. Denn dieses Mal werden wir nicht wie sonst \u00fcblich die ganze Zeit im S\u00fcden verbringen, sondern unsere Zeit in Portugal aufteilen. Die ersten paar Tage werden wir gemeinsam im Norden (Mafra) bleiben, um erst im Anschluss daran ganz in den S\u00fcden (Algave) zu fahren. Es hat noch ein paar wenige Pl\u00e4tze frei. Kurzentschlossene rufen am Besten rasch im Sch\u00e4rmeb\u00fcro an, und dann schauen wir, was wir machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Sch\u00e4rme B\u00fcsli<\/strong><br \/>\nIm Januar mussten wir den Sch\u00e4rme Bus bei der Motorfahrzeugkontrolle vorf\u00fchren gehen. Um nicht ein zweites Mal zur Kontrolle fahren zu m\u00fcssen, brachten wir den Bus vorab in die Garage, da auch der Service f\u00e4llig war. Bei der Pr\u00fcfung des Fahrzeuges entdeckten dann die Mechaniker einige M\u00e4ngel und machten uns einen Kostenvoranschlag f\u00fcr die Reperatur. Da der hintere Teil der Karosserie vom Rost ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurde, war die Instandsetzung sehr kostenintensiv. Wir entschieden uns dennoch, dem Sch\u00e4rmeb\u00fcsli nochmals unter die Arme, oder besser gesagt Radk\u00e4sten, zu greifen, und liesen ihn komplett \u00fcberholen. Das hat sich ausgezahlt, mussten wir doch kein zweites Mal an die Pr\u00fcfung.<br \/>\nNeben der besagten Karosseriearbeit mussten auch die vorderen Stossd\u00e4mpfer, Bremsbel\u00e4ge und die Aufh\u00e4ngung f\u00fcr das Getriebe ausgewechselt werden, so dass die Reperatur das Budget der Jugendarbeit mit \u00fcber CHF 4500.\u2014belastete. Beiliegend finden Sie einen Einzahlungsschein, womit Sie uns praktisch Helfen k\u00f6nnen, den Sch\u00e4rme und sein B\u00fcsli am Laufen zu halten. Herzlichen Dank.<\/p>\n<p><strong>Pers\u00f6nlich<\/strong><br \/>\nDie Einarbeitungsphase ist nun mehr oder weniger vorbei und allm\u00e4hlich werden gewisse Aufgabe zur Routine. Es freut mich riesig, dass einige der Teilnehmer eine Beziehung zum Sch\u00e4rme aufgebaut haben, und schon auch mal unter der Woche vorbei schauen kommen. Auf der anderen Seite habe ich das Gef\u00fchl, einige der Jugendlichen \u00fcberhaupt nicht zu erreichen. Doch so geht das Spiel. Und solange sie immer in die Jugendgruppe kommen, solange d\u00fcrfen wir ihnen weitergeben, was uns wichtig ist.<br \/>\nNeben der Arbeit im Sch\u00e4rme studiere ich noch am IGW. Wie V\u00f6lki wohl auch, profitiere ich sehr von dieser Kombination, so anstrengend es auch sein mag. Einige der Kurse sind sehr herausfordernd und unbequem, doch nur wenn wir aus unserer Schachtel hinaussteigen, k\u00f6nnen wir wirklich mit dem Herrn unterwegs sein. Und so werden einem h\u00e4ufig gerade die unbequemen Situationen zu den gr\u00f6ssten Lehrmeistern und man merkt, wie Gott einem ver\u00e4ndert.<br \/>\nSo darf ich mich in Yverdon auch immer mehr zu Hause f\u00fchlen. Ein Grund daf\u00fcr ist sicher die herzliche Art von vielen Mitgliedern der Kirchgemeinde und deren Mittragen des Sch\u00e4rme im Gebet. Ich h\u00e4tte nie f\u00fcr m\u00f6glich gehalten, dass ich einmal in der welschen Schweiz wohnen werde. Die franz\u00f6sische Sprache und Mentalit\u00e4t waren mir nicht gerade ein Greuel, aber doch schon eher unsympatisch. Und nun merke ich, wie sich meine Einstellung langsam zu ver\u00e4ndern beginnt und ich mich wohlf\u00fchlen kann, mich zu Hause f\u00fchlen kann.<br \/>\nZum Schluss sende ich ein herzliches Dankesch\u00f6n an Sie alle. Sie haben den Sch\u00e4rme gepr\u00e4gt. Sie haben ihn mit Gebet und Gabe am Leben erhalten. Sie sind es, die die wirkliche Arbeit tun. Danke, dass ich den Sch\u00e4rme nicht alleine trage, sondern Sie neben mir stehen und mit anpacken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWoher wisst ihr denn, was morgen sein wird? Was ist euer Leben?\u201c Diese herausfordernden Fragen stehen in Jakobus 4, 14. 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