{"id":59,"date":"2005-06-01T08:00:27","date_gmt":"2005-06-01T07:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jg-schaerme.ch\/?p=59"},"modified":"2007-01-31T09:45:43","modified_gmt":"2007-01-31T08:45:43","slug":"wenn-das-ende-den-anfang-bedeutet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jg-schaerme.ch\/?p=59","title":{"rendered":"Wenn das Ende den Anfang bedeutet"},"content":{"rendered":"<p>So lautete das Motto unseres Abschlusstages des diesj\u00e4hrigen Sch\u00e4rmejahres. Bei \u201eEnde\u201c denke ich h\u00e4ufig an die Sintflut (1 Mos 6, 17ff) oder das Ende dieser Welt (z.B. Mat 13, 49). Wer weiss schon, wann der Becher des Zorn Gottes voll ist und er nicht mehr zur\u00fcckh\u00e4lt (Off 14, 9f)?<br \/>\nDoch ist Gott nicht das Ende. In Off 22, 13 lesen wir, dass sich Gott als Anfang und Ende (Alpha und Omega (Omega entspricht im lat. Alphabet dem Z) offenbart. Er schafft nicht ein Ende ohne einen anderen Anfang. Das sehen wir durch die ganze Bibel hindurch. Eigentlich m\u00fcsste es bei Gott eher lauten, dass er anf\u00e4ngt \u2013 und wir reiten es zu Ende. So hat er die Sch\u00f6pfung in guter Absicht gemacht (1 Mos 1, 31) \u2013 wir haben sie mit dem S\u00fcndefall kaputt gemacht. So hat er die Familie als Ort der Liebe erschaffen \u2013 wir haben sie mit Neid erf\u00fcllt (1 Mos 4, 5b). So hat er Adam und Eva auch ausserhalb des Paradieses Leben erm\u00f6glicht \u2013 wir haben es get\u00f6tet (1 Mos 4, 8). So war auch die Sintflut die einzige M\u00f6glichkeit, noch einmal beginnen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nEin guter Freund von mir programmiert in seinem Job Computerprogramme. Vieles wird unternommen, um die geleistete Arbeit zu bewahren, wenn man sich in einer Sackgasse befindet. Doch irgendwann kommt der Moment, wo der ganze Code gel\u00f6scht wird, um noch einmal von vorne zu beginnen \u2013 wo einem noch alle M\u00f6glichkeiten offen stehen. Durch die Erfahrung weiss man, welcher Weg nicht zum Ziel f\u00fchrt. Doch wie ist das mit Gott? Eigentlich h\u00e4tte er ja wissen m\u00fcssen, dass es auch mit Noah\u2019s Nachkommen nicht wirklich klappen wird. Und was macht Gott? Er hat versprochen, keine Wasserflut mehr zu schicken (1 Mos 8, 21f) \u2013 kommt diesmal eine Feuerflut? Ja! Was, fragen sich jetzt jene, welche mit den biblischen Geschichten vertraut sind. Gott hat doch keine Feuerflut geschickt. Nun, in gewissem Sinne schon. Durch Jesus Christus haben wir den Zugang zu Gott wieder ge\u00f6ffnet bekommen. Jesus hat uns den Heiligen Geist versprochen, der wie Feuerzungen auf die J\u00fcnger niederging (Apg 2, 3). Das Feuer in uns soll das B\u00f6se dieser Welt verbrennen, l\u00e4uternde Wirkung haben. Wo ist diese Eigenschaft der Christen nur geblieben? Und so f\u00fchren auch wir die Welt nicht etwa zur Besserung. Am Schluss steht der Welten definitives Ende. Doch auch dieses Ende bedeutet einen Anfang. Der Anfang der restlosen Trennung zwischen Gut und B\u00f6se, der Anfang der Ewigkeit \u2013 welche nicht einmal wir kaputt machen k\u00f6nnen (Off 21).<\/p>\n<p><strong>Portugal<\/strong><br \/>\nMit dem bew\u00e4hrten Surprise Car ging die Reise am Donnerstag, den 24.03.05 von Moudon \u00fcber Yverdon nach Genf durch Frankreich um schliesslich am Freitag Morgen in Barcelona anzukommen. Mehr oder weniger gut ausgeruht genehmigten wir uns dort ein Fr\u00fchst\u00fcck unter freiem Himmel um anschliessend die Stadt zu erkunden, erforschen und uns von den vielen Strassenk\u00fcnstlern bezaubern zu lassen. Da das Schlafen im Car eine Kunst f\u00fcr sich ist, genehmigte sich so mancher ein kleines Nickerchen w\u00e4hrend des Tages um dann am Abend wieder fit zu sein, f\u00fcr den reich gedeckten Tisch in einem chinesischen Restaurant auch wirklich geniessen zu k\u00f6nnen. Mit vollen B\u00e4uchen stiegen wir dann wieder in den Car um \u00fcber die Nacht unser n\u00e4chstes Ziel ausserhalb von Lissabon in Portugal zu erreichen.<br \/>\n<strong>Samstag <\/strong>\u2013 Gegen Mittag trafen wir in der Quinta Omega in Mafra ein und wurden mit einem feinen Mittagessen von den Angestellten begr\u00fcsst. Am Nachmittag erledigten wir bereits erste Arbeiten rund um die Anlage und genossen den Abend mit einem Sketch der Leiter und Zeit in der Kleingruppe. Doch die M\u00fcdigkeit steckte noch oder wieder tief in den Knochen und so machte man sich bald auf, zu Bett zu gehen.<br \/>\n<strong>Sonntag <\/strong>\u2013 Ob man wohl auch im Ausland Osternester suchen und finden kann \u2013 bei uns hat es auf jeden Fall geklappt. Um aber auch den Menschen in Mafra etwas von Ostern weiter zu geben, gingen wir nach dem Fr\u00fchst\u00fcck in die Stadt und verteilten Schoggiweggli an die Bev\u00f6lkerung und w\u00fcnschten ihnen \u201eP\u00e0scoa Feliz\u201c. Am Nachmittag ging es dann zum westlichsten Punkt des europ\u00e4ischen Festlandes, dem Capo da Rocca wo wir gewaltige Wellen und steile Klippen bewunderten. Nat\u00fcrlich liessen es sich einige nicht nehmen, die Wellen des Atlantiks auf der Haut zu sp\u00fcren und Gott sei Dank sind wir alle wieder Heil herausgekommen.<br \/>\n<strong>Montag <\/strong>\u2013 wieder packten wir die Arbeiten ums Haus mit grossem Elan an, auch wenn es z\u00fcnftig regnete. Am Abend wurde uns dann der T\u00e4tigkeitsbereich der Quinta pr\u00e4sentiert und wir konnten auch einige der Patenkinder besuchen gehen.<br \/>\n<strong>Dienstag <\/strong>\u2013 stand ganz im Zeichen der Reise in den S\u00fcden, wo wir den Rest unserer Zeit einsetzten. Und auch dort wurden wir mit einem herrlichem Abendessen begr\u00fcsst und sogar die Sonne zeigte sich endlich von ihrer besten Seite. Am Abend nach der Andacht haben sich drei der Teilnehmer f\u00fcr Jesus entschieden. Halleluja!<br \/>\n<strong>Mittwoch <\/strong>\u2013 ging es dann wieder ans Arbeiten und mit Pinsel, Pickel und viel Handarbeit wurde so manche Ecke der Quinta versch\u00f6nert.<br \/>\n<strong>Donnerstag <\/strong>\u2013 Am Vormittag arbeiteten wir und nachmittags ging es dann noch mal ans Meer oder ins nahe gelegene St\u00e4dtchen zum Shoppen. Es sollte unser letzter Abend in Portugal sein, und so nahmen wir uns ein wenig Zeit, um zur\u00fcck zu blicken.<br \/>\n<strong>Freitag <\/strong>\u2013 Eilig wurden noch die letzten Arbeiten zu Ende gebracht um dann am sp\u00e4teren Nachmittag die Quinta Richtung Heimat zu verlassen. Aber nicht ohne noch ein letztes Mal die fantastischen Kochk\u00fcnste des Quinta Teams zu geniessen. Dass der Car unterwegs den Geist aufgegeben hat, war f\u00fcr die erfahreneren Portugalg\u00e4nger keine \u00dcberraschung mehr \u2013 auch wenn es dieses Mal nur ein 1. April Scherz war.<br \/>\n<strong>Samstag <\/strong>\u2013 Wohl eines der Highlights des Einsatzes war der Aufenthalt im Vergn\u00fcgungspark in Spanien. Und am Abend ging es mit kr\u00e4ftig durchgesch\u00fcttelten M\u00e4gen\u00a0 und ziemlich durchn\u00e4sst von den Wildwasserbahnen und dem Regen weiter heimw\u00e4rts.<br \/>\n<strong>Sonntag <\/strong>\u2013 Mit einem herrlichen Fr\u00fchst\u00fcck wurden wir in Yverdon begr\u00fcsst und ein letztes Mal setzten wir uns gemeinsam an den Tisch und tauschten aus. Rasch ist die Zeit in Portugal vorbei gegangen \u2013 doch lange wird sie noch in den Herzen nachklingen.<br \/>\nDas komplette Tagebuch und viele Bilder sind unter www.jg-schaerme.ch zu finden.<\/p>\n<p><strong>Pers\u00f6nlich<\/strong><br \/>\nZu Ende geht nicht nur das erste Sch\u00e4rmejahr, sondern auch die ersten beiden Semester Theologiestudium am IGW. Ich durfte viel lernen und bin in einigen Punkten pers\u00f6nlich sehr herausgefordert worden. Ich bin super dankbar, dass ich das Wissen aus dem Studium gleich im Sch\u00e4rme anwenden kann. Zum Beispiel bei den seelsorgerlichen Gespr\u00e4chen.<br \/>\nEs hat mich immer wieder tief ber\u00fchrt, wenn sich jemand aus der JG entschieden hat, seine Fragen und Probleme nicht l\u00e4nger einfach zu ignorieren, sondern sich konkret mit ihnen auseinander zu setzten. Gott lebt und wirkt noch heute in, an und durch uns \u2013 wenn wir es zulassen.<br \/>\nFreuen tue ich mich jetzt auch auf die Sommerpause und einige Tage in den Bergen. Schon bald gehen dann die Vorbereitungen f\u00fcr das n\u00e4chste Sch\u00e4rmejahr wieder los und ich bin gespannt, was das n\u00e4chste St\u00fcck Sch\u00e4rmegeschichte mit sich bringen wird.<\/p>\n<p><strong>Terminkalender<\/strong><br \/>\nDas n\u00e4chste Ehemaligentreffen findet am Sonntag, den 02.10.05 statt. Voraussichtlich wird es die M\u00f6glichkeit geben, bereits am Samstag Nachmittag anzureisen und im Massenlager zu \u00fcbernachten. Detaillierte Infos folgen noch.<br \/>\nAm 12.03.06 findet in Payerne der n\u00e4chste Stami-Cup statt. Neben spannenden Spielen wird es auch diverse Verpflegungsst\u00e4nde geben und Raum und Zeit angeboten, um sich wieder einmal zu treffen \u2013 und nat\u00fcrlich lautstark die JG\u2019s vom Sch\u00e4rme anzufeuern.<br \/>\nDen Freundesbrief gibt es auch per Email. Helfen Sie uns Kosten sparen und melden Sie uns Ihre Emailadresse. Sie erhalten den Freundesbrief dann per Email und k\u00f6nne auch gleich die Fotogalerie im Internet besichtigen.<br \/>\nEine sch\u00f6ne Sommerzeit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So lautete das Motto unseres Abschlusstages des diesj\u00e4hrigen Sch\u00e4rmejahres. Bei \u201eEnde\u201c denke ich h\u00e4ufig an die Sintflut (1 Mos 6, 17ff) oder das Ende dieser Welt (z.B. Mat 13, 49). Wer weiss schon, wann der Becher des Zorn Gottes voll ist und er nicht mehr zur\u00fcckh\u00e4lt (Off 14, 9f)? 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