{"id":72,"date":"2007-04-01T08:00:07","date_gmt":"2007-04-01T07:00:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jg-schaerme.ch\/?p=72"},"modified":"2007-04-01T08:35:27","modified_gmt":"2007-04-01T07:35:27","slug":"fruchte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jg-schaerme.ch\/?p=72","title":{"rendered":"Fr\u00fcchte"},"content":{"rendered":"<p>In Matth\u00e4us 7, 16 lesen wir: <em>\u201eAn ihren Fr\u00fcchten sollt ihr sie erkennen.\u201c <\/em>Das ist eine allgemein g\u00fcltige Regel und kann f\u00fcr mancherlei Anwendungen hinzugezogen werden.<\/p>\n<p>Zum Beispiel im Obstbau. Nur ein gesunder Baum, liefert mehrheitlich gute Fr\u00fcchte. Nat\u00fcrlich spielen noch andere Faktoren wie Witterung, N\u00e4hrstoffbilanz oder Bienenflug in diesem zarten Gef\u00fcge eine wichtige Rolle. Doch erbringt ein Baum \u00fcber eine l\u00e4ngere Zeit nur schlechte Frucht, wird er umgetan.<\/p>\n<p>Auch die Bibel zieht das Bild vom Baum mit seinen Fr\u00fcchten als Beispiel zu oben genannten Vers heran. Der Vergleich kommt nicht von ungef\u00e4hr. Denn eigentlich geht es bei diesem Vers um die Warnung Jesu an die J\u00fcnger vor falschen Propheten, falschen Messiassen. So wird schon fr\u00fcher das Bild vom Baum gebraucht um aufzuzeigen, dass die Heiden als Zweig in den Stamm des Lebensbaumes eingepfropft worden sind. Dieser Prozess wurde durch den Opfertod Jesu m\u00f6glich. Und nun warnt uns Jesus, dass wir uns nicht in falsche B\u00e4ume einpfropfen lassen, denn an diese ist die Axt schon angelegt \u2013 ihre Zeit ist nur von kurzer Dauer.<\/p>\n<p>Ich glaube aber auch, dass diese Warnung an uns alle geht. Wo ist die Frucht unseres Wirkens? Denn wie das Weizenkorn erst sterben muss um Frucht zu bringen, sind auch wir Gl\u00e4ubige in Christus bereits gestorben und zu neuem Leben aufgebrochen. Wo ist die Frucht davon?<\/p>\n<p>Aus der Landwirtschaft wissen wir, dass jede Pflanze ihre Zeit braucht, um in ihrer Entwicklung zum Punkt zu gelangen, wo sie Frucht bringen kann. Gleiches gilt auch f\u00fcr uns Menschen. Die Fr\u00fcchte unserer Arbeit sind nicht immer gleich unmittelbar ersichtlich. Vielleicht haben sie schon von der Engelskala geh\u00f6rt. Sie beschreibt, dass Menschen ihre Zeit brauchen, um sich bekehren zu k\u00f6nnen. Dass aber gleichzeitig jeder Input von aussen ihnen hilft, sich diesem Punkt der Bekehrung anzun\u00e4hern. Wie ein Korn im Boden zuerst durch die Erde wachsen muss um das Tageslicht zu sehen, braucht auch der Mensch die Reise durch seine Dunkelheit um zu dem Licht der Welt, Jesus Christus, zu gelangen.<\/p>\n<p>Manche Christen s\u00e4en, manche w\u00e4ssern, aber alle sollen zum Wachstum beitragen, sollen sozusagen f\u00fcr eine optimale Witterung, N\u00e4hrstoffbilanz oder Bienenflug sorgen. Gott alleine schenkt das Wachstum.<\/p>\n<p>So stellt sich f\u00fcr mich immer auch wieder die Frage, wo ist die Frucht des Sch\u00e4rme. Manchmal kommen mir dann Zweifel, ob unser Tun \u00fcberhaupt die Wachstumsfaktoren positiv beeinflusst, oder gar hindert. Denn die Bewegung der Pflanze vom Samen zur Erdoberfl\u00e4che ist f\u00fcr uns nicht sichtbar \u2013 genauso wenig wie die Entwicklung des Nichtchristen hin zur Bekehrung meist unsichtbar verl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Die Frucht des Sch\u00e4rme \u2013 gibt es sie? Ich kann es nur mit einem festen \u201aJa\u2019 beantworten. Warum? Nun, darum, weil ich es schon als Wunder, als Geschenk Gottes bezeichne, dass auch nichtgl\u00e4ubige Jugendliche regelm\u00e4ssig die Abende besuchen, das Wort, den guten Samen des Evangeliums, h\u00f6ren. Der Same wird ges\u00e4t, was Gott damit tut, ist nicht unsere Sache.<\/p>\n<p>Trotzdem ist es mein Gebet, dass wir auch in diesem Jahr wieder einen Teil der Ernte einbringen d\u00fcrfen. Es ist nicht selbstverst\u00e4ndlich, Zeuge einer Bekehrung sein zu d\u00fcrfen. Und gerade deswegen ist es ein so grosser Segen und Motivation. Gerade in Portugal k\u00f6nnen wir uns intensiv damit auseinander setzten. Ich freue mich auf diese Zeit. Bin Gott dankbar, dass wir nicht Wachstum produzieren m\u00fcssen. So hoffe ich, auch weiterhin auf eure Gebete z\u00e4hlen zu d\u00fcrfen, welche den Samen w\u00e4ssern und ihn Gott ans Herzen legen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Matth\u00e4us 7, 16 lesen wir: \u201eAn ihren Fr\u00fcchten sollt ihr sie erkennen.\u201c Das ist eine allgemein g\u00fcltige Regel und kann f\u00fcr mancherlei Anwendungen hinzugezogen werden. Zum Beispiel im Obstbau. Nur ein gesunder Baum, liefert mehrheitlich gute Fr\u00fcchte. 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